Diplomarbeit: Webbasiertes exploratives Tutorial zur Lehrveranstaltung EIS "Funktionsweise des MOS-Transistors"
Wie verhalten sich die Kennlinien und der Kanal bei verschiedenen Spannungen?
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Kennlinien des NMOS- Transistors
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Damit Strom durch einen Transistor fließen kann, müssen die angelegten Spannungen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Anhand der Kennlinie der Stromstärke IDS können verschiedene Zustände des Transistors unterschieden werden. Die Kennlinie ist von der Gate-Source-Spannung UGS und der Drain-Source-Spannung UDS abhängig. |
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1. Der Sperrbereich
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Wenn die Spannung UGS kleiner als die Schwellwertspannung UTH ist, sperrt der Transistor, weil kein invertierter Kanal erzeugt wird. Die Stromstärke ist daher 0V. Es gilt:
Der Sperrbereich ist somit unabhängig von der Drain-Source-Spannung.
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2. Der Triodenbereich/ linearer Bereich
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Wenn die Spannung UGS die Schwellwertspannung überschreitet, beginnt der Transistor zu leiten. Wird zusätzlich die Spannung UDS erhöht, fließt Strom durch den Transistor und es gilt:
Der Bereich der Kennlinie, in dem für UDS gilt 0V<=UDS<= UGS-UTH, wird Triodenbereich oder linearer Bereich genannt, weil dort die Stromstärke IDS in guter Näherung proportional zur angelegten Spannung UDS steigt. Anmerkung: Die Proportionalität dieses Bereiches zeigt die Ähnlichkeit zu einem Widerstand, U = R × I. Es gilt:
Beta wird als Transistorverstärkung bezeichnet, da sich der Transistor im Triodenbereich wie ein Verstärker verhält. Beta ist für einen bestimmten Transistor fest und hängt von der Materialkonstanten sowie der Dimension des Transistors ab.
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3. Der Sättigungsbereich
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Wird die Drain-Source-Spannung über UGS-UTH erhöht, verliert der Transistor seine proportionale Wirkung zwischen UDS und IDS . Dies geschieht, da das durch die Spannung UDS erzeugte Feld der Drain-Diode den Kanal verdrängt bzw. abschnürt. Durch die Raumladungszone kann zwar immer noch Strom fließen, aber es stehen nicht genügend freie Ladungsträger zur Verfügung, um die Stromstärke weiter wachsen zu lassen. Im Sättigungsbereich gilt:
Die Stromstärke im Sättigungsbereich ist unabhängig von der Drain-Source-Spannung und damit konstant für eine feste Gate-Source-Spannung.
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Beobachten Sie, wie bei verschiedenen Spannungen der Transistor seinen Zustandsbereich ändert. Kennlinie
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Flächenladung
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Die Flächenladung ist die Ladung der frei beweglichen Elektronen pro Fläche. Sie ist an verschiedenen Stellen des Kanals unterschiedlich. Es gilt Q=C × U:
"x" beschreibt die Position im Kanal (x=0 bezeichnet die Drainseite, x=L bezeichnet die Sourceseite). Somit gilt für die Spannung UC(x) für x=0 UC(0)=UDS und für x=L UC(L)=0V. Dies gilt, da COX konstant und U variabel ist und somit aus Q = C × U folgt, daß Q variabel ist. Im Sättigungsbereich (UDS = UGS-UTH) gilt:
Der Kanal wird im Sättigungsbereich abgeschnürt.
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Dimensionierung: Länge und Breite des Transistors
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Die Konstante Beta wird als Verstärkungsfaktor des Transistors bezeichnet. Sie ist abhängig von der Dimensionierung des Transistor, d.h. von dem Breiten-Längen-Verhältnis. Formel: Beta = ( Breite / Länge ) Herstellungskonstante Beobachten Sie am folgendem Applet, wie eine Veränderung des Verhältnisses entweder eine Verstärkung oder eine Abschwächung des Signals erzeugt. Breite zu Länge: 1 zu 9 erzeugt eine Abschwächung, dh. die Kurve wird runder. Breite zu Länge: 9 zu 1 erzeugt eine Verstärkung, dh. die Kurve wird eckiger und das Verhalten des Transistor nähert sich dem eines mechanischen Schalters an.
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Beobachten Sie die Effekte einer Dimensionenänderung Dimensionierung
des Transistors
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| Zusammenhänge |
Zum Abschluß sollten Sie den Zusammenhang zwischen Kanal und Kennlinie erforschen.
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Zusammenhang zwischen Kanal
und Kennlinie
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| Weiterführende Themen |
Themen, die mit dem Thema MOS-Transistor eng in Zusammenhang stehen, sind:
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